DER SALUKI

1977 begegnete uns auf einer Hundeausstellung ein Saluki. Seine ganze Erscheinung im Ehrenring faszinierte uns. Es sollte noch bis 1981 dauern, bis wir unseren Traum verwirklichen konnten.

1981 kam dann Mahmud mit 10 1/2 Wochen ins Haus.

Wir hatten vorher viel gelesen und mit Züchtern gesprochen. So waren wir gespannt, ob er wirklich so war, wie der Standard sein Wesen beschreibt. Wir gegannen schon früh mit einer konsequenten aber liebevollen Erziehung. Er ließ es uns aber sofort wissen, wenn wir zu streng waren. Lernte aber sehr schnell, was wir von ihm sollten. Es stimmte überhaupt nicht, dass Salukis nicht erziehbar sind. Sein Wesen war ruhig - sehr katzenartig. Es war kein Hund zum Spielen. Unsere Tochter Stefanie akzeptierte er, aber niemals tollte er mit der 3jährigen herum. Auf dem Sofa saß er wie eine Diva. Er war unabhängig, wenn wir fort gingen freute er sich nicht wahnsinnig, wenn wir wieder kamen. Er nahm nur kurz Notziz von uns. Erst im Alter von 4 - 5 Jahren fing er an mit dem Kontaktheulen der Wölfe. Er durfte wann immer möglich ohne Leine laufen und begleitete uns überall hin. Beim Freilauf lief er oft weit vor uns her, blieb aber stehen, wenn wir ihn riefen. Er ist als erwachsener Hund nie weggelaufen. Zweimal ließ er sich sogar von der Verfolgung von Wild abrufen. Abends schlief er alleine auf seinem Sofa. Aktivitäten wie Stöckchen spielen oder Bälle fangen fand er doof. Er war einfach nur da - uns zur Freude mit siner eleganten Erscheinung. Fremde tolerierte er - ließ sich auch anfassen, aber erfreute sich nicht sonderlich darüber, sondern ertrug es nur. Er bellte selten. Selbst Hühner und Katzen auf einem Bauernhof ließ er zufrieden. Auch andere Hunde waren kein Problem - wobei er Pudel sehr liebte. Mit 13 1/2 Jahren verloren wir ihn durch Tonsillenkrebs.

1994 kam Farid zu uns. Er war 8 Wochen alt und viel aufgeweckter.

Meine Tochter war inzwischen 16 Jahre alt - er spielte wild mit ihr. Er apportierte Stöckchen und Bällchen. Farid lernte "Sitz", "Platz", "Bleib", ging ohne Leine bei "Fuß". Er lernte gerne, weil er sehr an mir hing. Fremde mochte er gar nicht. Er reagierte sehr vorsichtig, fast an der Grenze zur Angst. Mit viel Geduld stabilisierten wir ihn in dieser Hinsicht. Auch er lief immer ohne Leine. Farid war ein sehr eleganter, feminiener Rüde. Mit 8 1/2 Jahren bekam er eine unheilbare Krankheit. Es war sehr schwer für uns, als Farid in den Hundehimmel ging.

2004 kam dann Caigan zu uns.

Er kommt aus der Zuchtstätte Sawahin. Sehr sorgfältig aufgezogen - hat er aber auch das Saluki typische Wesen. Wenn Fremde kommen ist er sehr vorsichtig. Nur Caigan wird viel schneller zutraulicher als Farid. Auch er ist sehr anhänglich und schläft wie Farid im Schlafzimmer. Er ist sehr aufgeweckt und mit Leckerchen haben wir ihm "Sitz", "Platz" und "Kommen" beigebracht. Caigan läuft ohne Leine. Seit kurzem üben wir das Kommen auf Pfiff. Das geht schon prima. Während Farid ein sehr feinfüliger Saluki war, lebt Caigan seine Jugend aus. Er ist im Spiel mit den anderen Hunden grob und ungestüm.

Caigan ist im November 5 Jahre alt geworden. Zu Fremden ist er sehr reserviert, in der Familie ist er anhänglich und schmust sehr gerne. Er geht ohne Probleme überall mit hin.

Im Januar 2009 ist er angekört worden. Er ist Dt. Champion DWZRV, Dt. Champion VDH und Internationaler Champion. Für geeignete Hündinnen steht er zum Decken bereit. Wir werden weiter über Caigan berichten.

Jeder der einen Saluki zu sich nehmen möchte, sollte sich genau prüfen, ob er sein Leben mit einem Hund teilen möchte. Der Saluki ist Familienmitglied. Zwingerhaltung ist nicht möglich. Toleranz ist ganz wichtig, denn am Liebsten schläft der Saluki auf Sofas oder Sesseln. Den absoluten Gehorsam kann man nicht erwarten. Dafür bekommt man ein zauberhaftes Wesen.

Mögen Sie Katzen? Dann ist der Saluki der richtige Freund für Sie.